Computertomographie – Präzise Diagnostik bis ins Detail
Immer dann, wenn Ultraschall oder Röntgen an diagnostische Grenzen stoßen, kann die CT-Untersuchung eine wertvolle Ergänzung sein. Besonders bei komplexen Fragestellungen ermöglicht sie eine exakte Darstellung von Knochen, Organen, Gefäßen und Weichteilen und unterstützt uns dabei, Erkrankungen frühzeitig und gezielt zu erkennen.
Um eine möglichst ruhige und verwacklungsfreie Untersuchung durchführen zu können, erfolgt eine CT-Untersuchung in der Regel unter Narkose. Ausnahmen bestehen häufig bei kleineren Heimtieren wie Kaninchen oder Meerschweinchen. Vor der Terminvergabe ist eine vorherige Untersuchung notwendig, um den allgemeinen Gesundheitszustand des Tieres zu beurteilen und die CT-Diagnostik optimal planen zu können.
Mögliche Diagnosen und Einsatzgebiete der CT-Untersuchung
Kopf
- Brachycephalen-Syndrom
- Craniomandibuläre Osteopathie
- Trauma
- Neoplasien
- Multilobuläres Osteom
- Erkrankungen im Bereich der Orbita (retrobulbäre Prozesse, Neoplasien, inkl. Mittel- und Innenohr)
- Erkrankungen der Nasenhöhlen (dentale, unspezifische oder sinonasale Neoplasien oder mykotische Rhinitis)
- Erkrankungen der Speicheldrüsen (Sialadenitis, Sialozele, Sialolithiasis)
- Erkrankungen der Zähne
- Lymphadenopathien
- Erkrankungen im Bereich des Gehörganges
- Läsionen des Gehirns (z. B. Meningeom, Zysten, Hämatome, Hydrocephalus)
Wirbelsäule
- Wirbelmalformationen
- Instabilitätssyndrome (kraniale HWS, kaudale HWS – Wobbler-Syndrom, lumbosakraler Übergang – Cauda-equina-Kompressions-Syndrom)
- Bandscheibenerkrankungen
- Erkrankungen der Facettengelenke
- Diskospondylitis
- Neoplasien (multiples Myelom, Lymphom, Metastasen)
- Frakturen
Thorax
- Erkrankungen der Trachea
- Erkrankungen der Bronchien
- Erkrankungen der Lunge
- Neoplasien (Primärtumore oder Metastasen)
- Erkrankungen des Mediastinums
- Erkrankungen des Ösophagus
- Veränderungen an der Herzsilhouette
Abdomen
- Veränderungen der Leber
- Veränderungen der Gallenblase und des Gallenganges
- Veränderungen des Pankreas (Pankreatitis akut vs. chronisch, exokrine Neoplasien, endokrine Neoplasien, Zysten)
- Veränderungen der Milz
- Veränderungen der Nebennieren
- Veränderungen der Nieren (Infarkte, Zysten, Neoplasien)
- Veränderungen an den Ureteren (Ureterolithiasis, ureterale Strikturen, Neoplasien, ektope Ureteren)
- Veränderungen des weiblichen und männlichen Geschlechtsapparates
- Veränderungen des Magen-Darm-Traktes
- Veränderungen der abdominalen Lymphknoten
Gliedmaßen
- Neoplasien (z. B. Osteosarkom, Knochenmetastasen)
- OCD (Schulter, Humerus, Talus, Femur)
- Tendinopathien
- Ellenbogengelenkserkrankungen (IPA, Koronoiderkrankungen, Inkongruenz, HIF (humerale intercondyläre Fissur), OCD, Flexorenthesiopathie)
- Frakturen und Fissuren
- Gliedmaßen- und Gelenksfehlstellungen
- Arthrosen
Wach-CT
Auch bei kleinen Heimtieren kann eine Computertomografie wertvolle Einblicke ermöglichen. Mit dem Wach-CT lassen sich bestimmte Untersuchungen oft ohne, oder mit deutlich reduziertem Narkoseaufwand durchführen.
Das kann insbesondere bei Kaninchen, Meerschweinchen und anderen kleinen Heimtieren eine schonende Alternative sein, wenn eine schnelle und präzise bildgebende Diagnostik erforderlich ist.
Ob ein Wach-CT für Ihr Tier geeignet ist, entscheiden wir individuell abhängig von Tierart, Gesundheitszustand und Fragestellung.